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Blick zurück auf einen unvergesslichen Designer-Marrakech

Blick zurück auf einen unvergesslichen Designer-Marrakech

Yves Saint Laurent « Inspiration Marrakech »

Yves Saint Laurent wurde am 1. August 1936 in Oran, Algerien geboren, wo er seine ganze Jugend verbrachte.

Nach einem Aufenthalt in der Schule der Chambre Syndicale de Haute Couture in Paris stellte Michel de Brunhoff, der damalige Direktor der Vogue (Paris), ihn 1955 Christian Dior vor, der ihn sofort als Assistent einstellte. Als dieser 1957 starb, übernahm Yves Saint Laurent die künstlerische Leitung des Dior Hauses. Seine erste Kollektion, genannt Trapeze, die im Januar 1958 vorgestellt wurde, war ein großer Erfolg!

Yves Saint Laurent beschloss mit Pierre Bergé, den er 1958 kennengelernt hatte, ein eigenes Modehaus zu gründen, dessen erste Kollektion am 29. Januar 1962 in der Rue Spontini 30 in Paris präsentiert wurde.

Jedes Jahr, am 1. Dezember und 1. Juni, reist Yves Saint Laurent für zwei Wochen nach Marrakesch, um seine Haute Couture Kollektion zu entwerfen. Marokko, das Nordafrikanische Land, dass er im Jahre 1966 entdeckte, wird einen großen Einfluss auf seine Arbeit und seine Farben haben.

Yves Saint Laurent liebte die ganze Welt an einem Ort zu habe. So hatte er es auch auf dem Laufsteg gehalten. Er hatte zum Beispiel seine Kollektionen osteuropäischen Bauerntrachten gewidmet, hat sich an den fliessenden Linien orientalischer Gewänder orientiert und den russischen Schiwago-Look in den Trend gebracht. Zudem war der französische Couturier auch bekannt dafür, Models unterschiedlicher ethnischer Herkunft zu buchen – United Colors of YSL!

YSL und seine Inspiration: Majorelle, das Juwel in Marrakech

 

Als Yves Saint Laurent den Garten von seinem Landsmann und Maler Jacques Majorelle das erste Mal gesehen hatte, war er total begeistert und berührt von dieser farbigen Vielfallt.

Jacques Majorelle legte 1924, vor den Toren der Altstadt von Marrakech, einen prachtvollen Garten an. Er bestückte diesen mit Pflanzen, die er auf seinen Reisen um die Welt gesammelt hatte.   Kakteen, Palmen, Bananenstauden, Bambus, Seerosen, Farne, Bougainvilleas und viele botanische Schönheiten mehr. Fünf Kontinente in einem Park vereint zu einem großen Kunstwerk!

Ab 1947 war der Garten für Besucher geöffnet. 1962 starb Majorelle in Frankreich an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Nach seinem Tod, sorgte sich niemand mehr um den Garten und so wucherte er zwanzig Jahre vor sich hin.

„Als wir den Jardin Majorelle entdeckten, war er eine Ruine”, sagt Pierre Bergé, Lebens und Geschäftspartner von Yves Saint Laurent.

1966 besuchte das prominente Paar Marrakesch zum ersten Mal und erwarb zunächst zwei Häuser in der Medina. 1980 kam dann das „Majorelles Anwesen“ mit der prächtigen Villa gleich nebenan dazu. Über vier Jahre wurde das Haus renoviert, länger noch der verwilderte Park.

YSL und Bergé in Villa Majorelle

Seither gilt der Jardin Majorelle als eine der touristischen Attraktionen Marrakechs und ein Ort der Ruhe. Obwohl täglich Hunderte Menschen den verschlungen Wegen im Garten folgen, bleibt das Pflanzenparadies eine Oase der Ruhe. Kein Verkehrslärm, nicht mal das urbane Rauschen der Stadt dringt über die Mauern in den Garten. 

Zitat 

YSL; 

Traumhafte 

Farben

beglücken 

die 

Seele!

Im Garten wandert man andächtig durch alle Tonarten von Grün. Die Kakteen-Formationen, schlank aufstrebend oder wie Riesenkürbisse am Boden liegend. Diese Gewächse erinnern an einen Skulptur-Garten. An die 300 Pflanzengattungen zählt man hier heute.

Durch die Baumkronen fällt schneidendes Sonnenlicht, die Schatten gleichen Scherenschnitten exotischer Vögeln. Jeder Winkel ein Gemälde! Yves Saint Laurent sagte einmal über seinen Jardin: “Ich träume oft von diesen eindrücklichen Farben.” Neben Grün, Licht und Schatten beherrscht eine weitere, besondere Farbe das Anwesen: le bleu Majorelle!

Eine Komposition des Künstlers Jacques Majorelle, mit der er 1937 die Fassade seines Ateliers strich. Dieses besondere Blau leuchtet auch heute noch in dieser kräftigen Nuance, etwas heller als Kobaltblau, man nennt die Farbe auch „Majorelle Blau“.

Alte Baumbestände neben vergänglichen Topfpflanzen und geritzte Liebesschwüre in den grünen Stämmen des Bambus-Wäldchens machen den Garten zu einem märchenhaften Ort.

Memorial YSL Marrakech

Echte YSL-Fans wagen einen hoffnungsvollen Blick durch das schmiedeeiserne Tor im privaten Teil seines Gartens. Echte Fans wissen aber, dass die Villa nicht zu sehen ist. Diese wurde immer Privat gehalten.

Am 1. Juni 2008 starb Yves Saint Laurent, wenige Wochen vor seinem 72. Geburtstag, in Paris. Am 11. Juni wurde seine Asche in einer kleinen Zeremonie im privaten Rosengarten verstreut.

Heute ist der Jardin Majorelle in guten Händen. Eine Stiftung sichert den Erhalt, ein modernes und effektives Giesssystem versorgt jede Pflanze gezielt mit der angemessenen Wasserration und rund zwanzig Gärtner kümmern sich um das üppige Grün.

Ganz hinten, bei den Bananenstauden erinnert eine schlichte Stelle an den unvergesslichen Designer Yves Saint Laurent.

YSL  Museum Marrakech

Besuchen Sie das prachtvolle Museum, dass Yves Saint Laurent und Jacques Majorelle gewidmet wurde!

www.museeyslmarrakech.com

Trapeze Kollektion

Reisen ist die beste bildung

Reisen ist die beste bildung

 

Das Reisen ist für mich nicht nur Ausgleich zum stressigen Berufsalltag, sondern vielmehr eine Möglichkeit, andere Regione, andere Religonen, andere Menschen, andere Sitten und andere Genüsse kennenzulernen. Das Reisen erweitert mein Bewusstsein, baut Vorurteile ab und macht bewusst, wie bunt das Leben sein kann.

Was bedeutet Reisen? Es gibt ein oberflächliches und ein hintergründiges Motiv. Das oberflächliche ist natürlich der Tapetenwechsel, wir sehen unbekannte Landschaften, schlendern durch fremde Städte, treffen andere Menschen als zu Hause. Zudem bewegen wir uns in der Ferne anders als zu Hause und erleben so einen angenehmen Kontrast zum Alltag. Das hintergründige Motiv zieht an existenzielleren Strippen: Vielleicht erleben wir Reisen auch als eine Art Versprechen auf ein noch nicht gelebtes Leben. So können wir im Unterwegsein auch die unentdeckten Möglichkeiten unserer selbst erkunden.

Reiseträume sind für breite Bevölkerungsschichten noch gar nicht so lange realisierbar, erst seit Ende des 19. Jahrhunderts, als aufgrund des technischen Fortschritts Fahrten in fremde Länder und Regionen auf angenehme Weise möglich wurden. Da setzte dann allmählich der eigentliche Tourismus ein. Dieser begann im Zeitalter der „Belle Epoque“, allerdings war er das damals zunächst nur auf großbürgerliche Kreise beschränkt. Die Cöte d’Azur, die italienische Riviera, die englische Kanalküste und die Kaiserbäder der Ostsee waren die ersten Reiseziele. Dort entstanden die ersten Hotels, dort traf sich das Großbürgertum und war unter seinesgleichen. Zu jener Zeit war das Reisen eine Sache des Sozialprestiges, aber als später dann andere Kreise vom Reisefieber erfasst wurden, veränderte sich das Motiv. Man wollte Ferien machen von der bürgerlichen Gesellschaft mit ihrem strengen Regelkorsett, durch das die Menschen im Alltag eingespannt waren. Urlaub vom Frust, Routine und Unterordnung.

Das treibt den Touristen von heute noch an, er erhofft sich vor allem eines: Freiheit auf Zeit. Das Reisen als Ventil für die Frustrationen eines Lebens, das man so nicht will. Daraus erklären sich dann auch die bizarren Formen der All-inclusive-Gettos, wo der Tourist wie im Paradies schwelgen kann, wo er endlich für eine gewisse Zeit einmal das tun kann, was ihm im normalen Leben versperrt bleibt: grenzenlos konsumieren, sein gesellschaftliches Elend vergessen und sich in einer fiktiven Welt sonnen.

Doch drehen wir das Rad noch einmal zurück zu der Form des Unterwegseins, das ernsthafter ist und tiefer. Das im bildungsbürgerlichen Sinne ein Entdecken neuer Möglichkeiten ersehnt, ein Erleben neuer Kulturen mit dem Ziel, im Fremden sich selbst zu erkunden. Diese vom aufklärerischen Bildungsideal getragene Form des Reisens war— für wenige Privilegierte erreichbar — durch die Jahrhunderte hinweg das Motiv, um in die Fremde aufzubrechen, sich dort dem Unbekannten auszusetzen und Abenteuer zu erleben. Wann erleben wir denn sonst noch Abenteuer? Im normalen, alltäglichen, bürgerlichen Leben wohl kaum, sondern im Reisen..

Wir sind immer Reisende in unserem Leben, und wir leben nicht nur eingepasst in eine Umwelt, sondern wir sind weltoffen. Zu dieser Weltoffenheit gehört das Ändern, das Erkunden, das Einrichten von Welten — und genau das geschieht beim Reisen. Man kommt irgendwo an, kennt die Topografie der Stadt nicht, kauft sich einen Stadtplan, findet sich zurecht, sucht sein Hotel, stellt die Sachen ab und macht einen ersten Erkundungsgang durch den neuen Ort. Wenn man diesen Orientierungsprozess auf eigene Faust unternimmt, dann kann man dabei in einen ungemein intensiven inneren Monolog mit sich selbst gelangen. Man baut sich in Gedanken eine Orientierungskarte zusammen, findet sich mit der Zeit immer besser zurecht, und so langsam wird man dann ein wenig heimisch in der neuen Umgebung. Das ist spannend. Dieser Prozess ist unterbunden, wenn man ihn nicht individuell macht, sondern in einem Arrangement vom Reiseveranstalter geboten bekommt. Es ist intensiver, sich allein auf den Weg zu machen. Beim Reisen auf eigene Faust ist man ungleich stärker mit sich selbst konfrontiert. Ich muss aber zugeben, dass die arrangierte Kulturreise den unschätzbaren Vorteil hat, sachkundig geführt zu werden. Wie heißt es doch? „Man sieht nur, was man weiß.” Das stimmt schon ein wenig.

Als ich auf der Reise nach Griechenland war, klagte eine Frau: „Ach, und nächste Woche muss ich in den Irak”, eine Tour jagte die nächste. Reisen als strategisches Unterfangen, um jegliche Selbstbegegnung zu vermeiden, gibt es auch, und möglicherweise ist das heute sogar die Regel. Es ist schade, dass wir so wenig Zeit für uns selbst aufbringen, um wirklich zu reisen. Wichtig erscheint mir, dass man thematisch reist. Nach jeder guten Reise ergeben sich automatisch Anschlussmöglichkeiten. Man sollte einen einmal eingeschlagenen Pfad weitergehen und nicht Asien bereisen, dann Nordamerika oder Nordafrika, unter dem Motto: Da war ich noch nicht, da muss ich hin. Die Tiefe liegt in der Wiederholung, wenn man ein Land zum zweiten oder dritten Mal erlebt und auch die Menschen besser kennenlernt. Dann tritt das Phänomen der wirklichen Begegnung und Vertiefung ein.

Es kann sich heutzutage nicht jeder einen Dreiwochenurlaub leisten, von daher gibt es eine wirkliche Begrenzung. Natürlich legt man sich die Begrenzung auch selbst auf, vielleicht haben wir mehr Zeit, als wir glauben, vielleicht gewichten wir unsere Zeit auch so, dass sie uns permanent knapp erscheint. Aber das wahre Reisen, das existenziell kolorierte Reisen braucht immer eine Verschmelzung zwischen dem, was ich sehe, und dem, was meine Seele überhaupt aufnehmen kann. Wenn ich zu viel sehe, ist das wie eine Schaufensterreise, bei der ich am Ende gar nicht mehr weiß, wie viele Kirchen ich gesehen habe, weil alles verschwimmt. Hier triumphiert dann Quantität über Qualität. Qualitatives Reisen bedeutet, dass es eine Begegnung geben sollte zwischen mir und der gesehenen Welt. Ich muss das, was ich sehe, auch immer für mich kommentieren, muss es mit meinen eigenen Worten beschreiben und sollte nicht nur den kulturellen Text aus dem Reiseführer abgreifen. Nein, im echten Reisen bin ich wirklich „dort“, und dafür braucht es die Muße und auch den Mut, beispielsweise in einen Tempel zu gehen, um dort einfach nur zu sitzen, die Leute zu beobachten und die Atmosphäre zu fühlen. Oder in einer Kathedrale an einem Gottesdienst teilzunehmen. Es ist wichtig, sich plötzlich auftauchenden Möglichkeiten, die sich vor Ort ergeben, auch zu widmen, möglicherweise auch vom eigenen Plan abzuweichen, um Spielraum zu haben und die augenblickliche Welt wirklich in sich einströmen zu lassen.

Das ist uns irgendwie eigen, eine Zukunft zu entwerfen, die schöner, farbiger, verheißungsvoller sein wird als die Gegenwart – es ist beklagenswert, wenn man so wenig im Hier und Jetzt lebt, gedanklich immer flüchtet und sich eine schönere Zukunft ausmalt. Doch zur Verteidigung dieser zutiefst menschlichen Eigenschaft muss ich sagen, dass darin auch unsere utopische Kraft besteht, und hätten wir sie nicht, dann wären wir tatsächlich auch in der Gegenwart ärmer. Aber: Ist es denn wirklich so, dass wir im Urlaub völlig anders sind und neue Aspekte unserer Persönlichkeit an die Oberfläche spülen, die wir auch sofort leben? Das sehe ich skeptisch, denn wir werden uns dabei ertappen, dass wir am Nachmittag um halb fünf nervös auf die Uhr schauen, wenn wir beispielsweise noch kein Hotelzimmer gefunden haben. Diese Strukturen arbeiten weiter. Und bekanntlich gibt es auch Belege dafür, dass für Paare der Urlaub ein riskantes Unternehmen ist, weil sie in ungewohnter Intensität auf sich selbst zurückgeworfen und mit einer Nähe konfrontiert sind, die sie nicht mehr meistern können.

Für die philosophischen Reisen, die ich organisiere, muss ich eine Lanze für Gruppenreisen brechen, weil man philosophieren am besten mit anderen kann, gemeinsam macht es die Dinge viel leichter und anregender. Aber allein zu reisen kann in bestimmten Lebensphasen auch gut und heilsam sein. Besonders, wenn es ein tiefes, aufgeschobenes, nicht ausgelebtes Bedürfnis nach Eigenzeit gibt, wenn man zu viel Zeit in den Job oder in die Familie hat fließen lassen müssen. Dann kann es hilfreich sein, in der Fremde für sich zu sein, durch die Gegend zu laufen, andere Menschen kennenzulernen, das Erlebte aufzuschreiben oder einfach zu fotografieren. Aber man sollte seinen Computer mit Internetanschluss zu Hause lassen, weil man sich zu stark an die alte Welt anbindet. Es müssen nicht unbedingt E-Mails beantwortet werden, man kann auch mal zwei Wochen in seinem Leben nicht erreichbar sein. Ins Gepäck sollte, was man vor Ort wirklich braucht – Musik für lange Busfahrten, Bücher über das Land, einen guten Roman und ein Tagebuch. Und man sollte Platz im Koffer lassen, um etwas mitzubringen.

Welcome to Meknes “The Ismailite Capital of Morocco”

Vor ein paar Tagen war ich das erste Mal in Meknès und habe mich in die prachtvolle Stadt und deren Geschichte verliebt! Gerne bringe ich Dir die Stadt und seine Umgebung ein wenig näher..  

Meknès ist eine Stadt im nördlichen Marokko mit rund 600.000 Einwohnern. Sie liegt in der Region Fès-Meknès am Fuße des Mittleren Atlasgebirges. Ihr Name leitet sich vom Berberstamm der Miknasa ab, der den Ort ursprünglich besiedelte. Die gesamte Altstadt von Meknès wurde von der UNESCO im Jahr 1996 in ihre Liste des Weltkulturerbesaufgenommen.

Die Stadt liegt etwa 550 Meter über dem Meeresspiegel in einer fruchtbaren Ebene zwischen dem Zerhoun-Massiv im Norden und dem Mittleren Atlas im Süden. Die Stadt Fès ist etwa 60 km (Fahrtstrecke) in nordöstlicher Richtung entfernt, die marokkanische Hauptstadt Rabat befindet sich etwa 152 km westlich. Mitten durch die Stadt verläuft das Wadi Bou Fekrane.

Die Lage der Stadt in einem der landwirtschaftlich ertragreichsten Gebiete Marokkos macht die Stadt zu einem wichtigen Umschlagplatz für landwirtschaftliche Produkte (Getreide, Obst und Gemüse) und zu einem regionalen Zentrum für Handel und Handwerk. Die Nationale Landwirtschaftsschule Marokkos hat hier ihren Sitz. In den vergangenen Jahrzehnten sind auch mittelständische Industrieunternehmen (Zementherstellung, Metallverarbeitung etc.) entstanden.

Ursprünglich lebte in der Gegend der Berberstamm der Meknassa, der im 9. oder 10. Jahrhundert aus dem heutigen Tunesien einwanderte. Doch durch die Aktivitäten Moulay Ismails und später der Franzosen kamen auch viele arabisch-stämmige Bewohner hinzu. Seit den 1970er Jahren haben sich erneut viele Berberfamilien aus allen Teilen Marokkos hier angesiedelt. Man spricht heute generell Marokkanisch-Arabisch.

Bauten während der Herrschaft von Moulay Ismail

Der wirtschaftliche Wohlstand des Alawidenreichs ermöglichte eine umfangreiche Bautätigkeit. Neben der Befestigung von Städten und der Verlagerung der Hauptstadt von Fès nach Meknès ließ er dort eine Palastanlage von gigantischen Ausmaßen errichten. Leute die diesen Palast gesehen haben, beschreiben die Anlage als größer als die von Versailles.

Die Arbeitskräfte für den Bau der Palastanlage stellten tausende von weißen Sklaven aus allen Teilen Europas und Nordamerikas, die unter entsetzlichen Bedingungen schuften mussten. Die hohen Ausfälle wurden durch neue Raubzüge der Korsaren aus Salé ergänzt. Moulai Ismails Erfahrungshintergrund und Charakter zeigen sich auch im Bau zahlreicher über das Land verteilter Festungen (Kasbahs) – am bekanntesten sind die Kasbahs von Settat und von Boulaouane.

Die Palastanlage Mulai Ismails wurde im Jahr 1755 beim Erdbeben von Lissabon zerstört. Sein Mausoleum sowie Teile seiner imperialen Architektur, darunter die Stadt- und Palastmauern mit dem Tor Bab Mansour oder die Speicherbauten und Stallungen des Heri es-Souani, sind jedoch bis heute erhalten geblieben.

Zeitgenossen behaupten, dass Moulay Ismail mit 500 Frauen 888 Kinder gezeugt haben soll!

Sehenswürdigkeiten

Die Stadt teilt sich in zwei Hälften, die Medina im Westen und die unter französischer Herrschaft entstandene Ville nouvelle im Osten. Die natürliche Grenze zwischen beiden Stadtteilen bildet der Oued Bou Sekrane.

An der Place el Hedim, dem weiten Platz vor dem berühmten Stadttor Bab Mansour, befindet sich ein überdachter Markt für Lebensmittel. Die Souks von Meknès gehören zu den schönsten und ursprünglichsten des Landes.

Prachtvoll ist auch das Mausoleum von Moulay Ismail mit angeschlossener Moschee, das von Mohammed V. restauriert wurde. Den weißen Sarkophag flankieren überraschenderweise zwei barocke Standuhren, die in dem orientalischen Dekor fremdartig anmuten. Sie waren ein Geschenk des französischen „Sonnenkönigs“ Ludwig XIV. an Moulay Ismail.

Auch die anderen Stadttore aus der Zeit Moulay Ismails (Bab Berdayyin, Bab Khemis u. a.) gehören zu den imposantesten Anlagen ihrer Art in Marokko.

Im Februar 2010 stürzten nach tagelangen Regenfällen das Minarett und Teile des Daches der unter Sultan Moulay Ismail errichteten Bab-Berdieyenne-Moschee ein. Der vom König versprochene Wiederaufbau lässt noch auf sich warten.[2]

Im Westen außerhalb der Altstadt liegt am Eingang eines großen Friedhofs das verehrte Mausoleum (Qubba) des Sidi Mohammed ben Aïssâ, des Gründers der volksislamischen Aissaoua-Bruderschaft.

Speicherbauten und Stallungen heri es-souani

Die riesigen Speicherbauten und Stallungen des Heri es-Souani sind ebenfalls sehenswert.

Stadt Volubilis

Ausflüge zu den Ruinen der etwa 25 km nördlich gelegenen römischen Stadt Volubilis und zum unmittelbar daneben liegenden Pilgerort Moulay Idriss sind empfehlenswert.

Bab Mansour in der Medina von Meknes

Pilgerort Moulay Idriss

Kutschen in Meknès

Place el Hedim

Traveling is the best education!

Traveling is the best education!

Traveling is the best Education!​

For me, traveling is not only a balance to the stressful everyday work, but rather a way to get to know other regions, other religions, other people, different customs and other pleasures. Traveling expands my consciousness, reduces prejudices and makes you aware, how colorful life can be.


What does traveling mean? There is a superficial and profound motive. The superficial is of course the change of scenery, we see unknown landscapes, stroll through foreign cities, meet other people than at home.
In addition, we move in the distance differently than at home and experience a pleasant contrast to everyday life. The subtle motif draws on more existential stripping: Perhaps we experience travel as a kind of promise to a life not yet lived. In this way, we can also explore the undiscovered possibilities of ourselves on the way down.


Travel dreams have not become reality for a broad mass of the population until the end of the 19th century when, due to technological progress, journeys to foreign countries and regions became possible in a pleasant way. Then started the actual tourism gradually. This began in the age of the “Belle Epoque”, however, it was initially limited only to upper middle-class circles.
The Cote d’Azur, the Italian Riviera, the English Channel coast and the imperial baths of the Baltic Sea were the first destinations. There, the first hotels emerged, where met the bourgeoisie and was among its peers. At that time, traveling was a matter of social prestige, but later, when other circles were caught up in travel fever, the motive changed. They wanted to take a vacation from the bourgeois society with its strict rule corset, through which people were harnessed in everyday life. Holiday of frustration, routine and submission.

This is still driving the tourist of today, he hopes one thing above all: temporary freedom. Travel as an outlet for the frustrations of a life you do not want. This explains the bizarre forms of the all-inclusive ghettos, where the tourist can revel in paradise, where for a while he can finally do what he is barred from doing in normal life: consuming limitlessly, his social misery forget and bask in a fictional world. But let’s turn the wheel back to the way of being on the road, which is more serious and deeper. In the educated middle-class sense, the desire to discover new possibilities, to experience new cultures with the aim of exploring oneself in the stranger.

This form of traveling, supported by the Enlightenment educational ideal, was attainable for the privileged few – through the centuries the motive for breaking into the unknown, exposing oneself to the unknown and experiencing adventure. When else do we experience adventures? In normal, everyday, bourgeois life hardly, but in traveling.

We are always travelers in our lives, and not only do we live in an environment, we are cosmopolitan. This cosmopolitanism involves changing, exploring, setting up worlds – and that is what happens when you travel. You arrive somewhere, you do not know the topography of the city, you buy a city map, find your way around, look for your hotel, put things down and take a first look around the new place. If you undertake this orientation process on your own, then you can get into a very intense inner monologue with yourself. You build your own map of orientation in your mind, find your way around with time, and then you slowly become a little more at home in the new environment. This is exciting. This process is prevented if you do not make it individual, but get offered in an arrangement by the tour operator. It is more intense to be on your own. When traveling on your own, you are confronted with unequaled self-reliance. But I have to admit that the arranged cultural trip has the invaluable advantage of being well informed. What is it called? “You only see what you know”.


When I was on my way to Greece, a woman complained, “Oh, and next week I have to go to Iraq,” one tour chased the next, traveling as a strategic endeavor to avoid any self-encounter also exists, and possibly is It is a pity that we spend so little time on ourselves to really travel It seems important for me to travel on a thematic basis After each good journey I am automatically connected and you should go on a path you have taken And not travel Asia, then North America or North Africa, under the motto: I was not there yet, I have to go there The depth is in the repetition, when you experience a country for the second or third time and get to know the people better then enters the phenomenon of real encounter and deepening.


Not everyone can afford a three-week vacation these days, so there is a real limit. Of course, you put the limit on yourself, maybe we have more time than we think, maybe we weight our time so that it appears to us constantly short. But the true journey, the existentially colored travel always needs a fusion between what I see and what my soul can absorb at all. When I see too much, it’s like a window shopping trip, when I end up not knowing how many churches I’ve seen, because everything blurs. Here then quantity triumphs over quality. Qualitative travel means that there should be an encounter between me and the seen world. I always have to comment on what I see, for me to describe it in my own words, and not just to pick up the cultural text from the travel guide. No, in real travel, I’m really “there,” and it takes the time and courage, for example, to go to a temple to just sit there, watch people, and feel the atmosphere. Or attend a church service in a cathedral. It is also important to devote oneself to suddenly emerging opportunities that arise on the ground, possibly deviating from one’s own plan in order to have room for maneuver and to really let the current world flow into it. It is somehow peculiar to us to design a future that will be more beautiful, more colorful, more auspicious than the present – it is deplorable when one lives so little in the here and now, always escapes mentally and imagines a more beautiful future.

But in defense of this profoundly human quality, I must say that this is also our utopian power, and if we did not have it we would actually be poorer even in the present. But: Is it really true that we are completely different on vacation and bring new aspects of our personality to the surface, which we also live immediately? I’m skeptical about that, because we’ll find ourselves looking nervously at the clock at half past four in the afternoon, if we have not found a hotel room, for example. These structures continue to work.

And, as you know, there is also evidence that couples are on a risky business holiday because they are thrown back on themselves with unfamiliar intensity and are confronted with a closeness they can no longer master. For the philosophical journeys that I organize, I have to break a lance for group travel, because philosophizing can best be done to others, together, it makes things much easier and more stimulating. But traveling alone can also be good and beneficial in certain phases of your life.

Especially if there is a deep, deferred, unfulfilled need for proper time, if you have to spend too much time in the job or in the family. Then it can be helpful to feel at home, to walk around the area, to meet other people, to write down what you have experienced or just to take pictures. But you should leave your computer with Internet access at home, because you bind too strongly to the old world. It does not necessarily have to be answered e-mails, you can sometimes be two weeks in his life unreachable. The luggage should have what you need on the ground – music for long bus trips, books about the country, a good novel and a diary. And you should leave room in the suitcase to bring something!